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Die schöne Wahrheit

Zur ästhetischen Zweitcodierung der Wissenschaft –
Ein Projektvorschlag



[Der folgende Text stammt aus dem Schlußteil meiner Magisterarbeit Vom Nutzen und Nachteil der Systemtheorie für die Literaturwissenschaft, in der ich zu dem Ergebnis kam, daß der systemtheoretische Zweig der Literaturwissenschaft in Anschluß an die Arbeiten Niklas Luhmanns aufgrund seiner zu großen Abstraktionshöhe und zu geringen Textbezogenheit bislang keinen Beitrag zur literaturwissenschaftlichen Textanalyse leisten konnte, der über allgemeine soziologische Zusammenhänge zwischen Textproduktion und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hinausgeht.]




Er beschäftigte sich mit detaillierten Unterteilungen und mit Regeln für die Beweisführung, die für jede Gelegenheit paßten. Sein Werk war von äußerster Trockenheit, hatte aber etwas Imponierendes an sich. Vielleicht gerade weil es trocken und schwierig war, fand es Anklang in den Schulen.[1]

Erscheint nach den Ausführungen dieser Arbeit die systemtheoretisch orientierte Analyse literarischer Texte noch als sehr problematisch, eröffnet die Systemtheorie meines Erachtens ein Nutzenfeld, das bisher so gut wie nicht in Erwägung gezogen wurde. Gemeint ist hier die Beobachtung der wissenschaftlichen Tätigkeit (i. e. Kommunikation), die Selbstbeobachtung, für die unter einem bestimmten Blickwinkel, der im folgenden skizziert wird, die Literaturwissenschaft prädestiniert scheint.

Luhmann bestimmt Wahrheit als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium des gesellschaftlichen Funktionssystems Wissenschaft, mit der Leitdifferenz wahr/falsch.[2] Es läßt sich nun generell die Kritik formulieren, daß Luhmann sich allzu sehr auf die Teilsysteme der Gesellschaft konzentriert und dabei die strukturellen Kopplungen zu den jeweils anderen Funktionsbereichen vernachlässigt. Allerdings scheint es auch zu kurz zu greifen, wenn man bestimmte Phänomene allein über strukturelle Kopplungen zu erklären versucht. Um ein Beispiel zu geben:

Es reicht nicht aus, Wissenschaft als Kommunikationszusammenhang zu betrachten, in dem allein wahre und falsche Aussagen produziert, distribuiert und konsumiert werden. Man kann im akademischen Betrieb, also auf der Organisationsebene von Wissenschaft, ebenso ein weitläufiges, eng geknüpftes Netz von Machtverhältnissen beobachten. Um dies zu beschreiben, genügt es keineswegs, etwa auf Kopplungen mit dem Politiksystem zu verweisen, dem das symbolisch generalisierte Kommunikationsmedium Macht primär zugewiesen wird. Die Machtverhältnisse besitzen im Wissenschaftsbetrieb eine spezifische Qualität, die sich beispielsweise dadurch auszeichnet, daß Konkurrenzverhältnisse nicht offen zutage treten, sondern selbstbeschreibungskonform mit rationalen Kompensationssemantiken bemäntelt werden müssen.[3] Machtverhältnisse im Wissenschaftsbereich entwickeln sich also auch nach internen Maßgaben, die irreduzibel auf andere Funktionsbereiche sind. Daher wäre es vielleicht sinnvoller, hier von einer Zweitcodierung der Wissenschaft durch Machtverhältnisse zu sprechen, wobei die theoretische Stichhaltigkeit dieses Begriffs hier zunächst als gegeben hingenommen wird.[4] Eine separate Untersuchung müßte hier ansetzen.

Es lassen sich nun aber auch andere Zweitcodierungen der Wissenschaftskommunikation beobachten. Eine von ihnen, die hier ins Zentrum des Interesses rücken soll, ist die ästhetische. Hier kann die Theoriearchitektur Luhmanns nicht nur Analysebegriffe liefern, sondern selbst als erstes Beispiel dienen. Im Zusammenhang einiger wissenschaftstheoretischer Überlegungen bemerken Andreas Dörner und Ludgera Vogt:

Dabei darf nicht verkannt werden, daß auch die ästhetische Attraktivität der Theorie und ihrer Vertextungen eine entscheidende Rolle spielen kann. Dies läßt sich etwa im Hinblick auf die erfolgreiche Durchsetzung der großen Systembauten eines Hegel oder Luhmann ebenso feststellen wie in bezug auf die oftmals geradezu mit poetischem Gespür lancierte Metaphorik bei Karl Marx.[5]

Während Luhmann vorgeworfen wird, die Systemreferenzen nicht genau genug auseinanderzuhalten, und somit sein Konzept der Ästhetikcodierung für die Kunst bezweifelt wird, gerät er selbst in den Verdacht, ungewollt ein Beispiel zu geben für die (Zweit-)Codierung der Wissenschaft – und eben nicht der Kunst – durch die Ästhetik: »Die systemtheoretische Rekonstruktion der Autonomisierung des Ästhetischen droht damit in eine Ästhetisierung der Systemtheorie umzuschlagen.«[6] Oder ein wenig konstruktiver:

Gerade hier könnte die Literaturwissenschaft etwas zur allgemeinen Systemtheorie beitragen, indem sie untersucht, ob nicht zunehmend der wissenschaftliche Code des Wahren und der künstlerische des ›ästhetisch Guten‹ dazu tendiert, im gleichen Programm der ›stimmigen Form‹ zu konvergieren – und wo dann die spezifische Differenz zwischen literarischem und wissenschaftlichem Text liegt.[7]

Dieses Angebot an die Literaturwissenschaft, ihre textwissenschaftlichen Kompetenzen auf die Analyse der eigenen, also wissenschaftlichen Arbeit zu richten, sollte sie nicht ungenutzt verstreichen lassen. Der Vorteil der systemtheoretischen Fundierung einer solchen Analyse läge in der Kontrastierung des ästhetischen Phänomenbereichs innerhalb der Wissenschaft mit deren medienspezifischer und semantischer Primärstruktur, ohne eine solche Untersuchung traditionell auf die wissenschaftliche Stilistik beschränken zu müssen. Anders formuliert: Welche Wahrheitsfunktionen besitzen genuin ästhetische Formen – im weitesten Wortsinn – in der wahrheitsgeleiteten Wissenschaftskommunikation? Diese Frage wäre in einer weiterführenden Arbeit zu stellen. Vorab können hier nur erste und recht beliebige Beispiele des Betätigungsbereichs eines solchen Unternehmens angedacht werden:

  1. Der postmoderne Theoretiker Jean Baudrillard treibt die Möglichkeit eines Wahrheitsanspruchs bis an ihre Grenze und oft auch darüber hinaus. Es geht ihm auch gar nicht darum, wahrheitsfähige Aussagen zu produzieren, sondern er spielt mit verschiedenen Versatzstücken des wissenschaftlichen Diskurses, zumeist, um sie gegen sich selbst zu wenden. Dabei spricht Baudrillard davon, seine Theorien seien – ungeachtet ihrer Anschlüsse in der Wissenschaft – »Theorie-Fiktionen«.[8] Doch nicht nur auf der inhaltlichen, sondern auch auf der formalen Ebene der Argumentationsstrategien finden sich ästhetische Verfahrensweisen wieder. Die Kritik Baudrillards an der Arbeit Foucaults[9] ist hierfür ein geeignetes Beispiel, zeigt sie doch, wie sich zwei Argumentationsebenen überlagern und erst in ihrer Vertikalität zueinander gegenseitig konstituieren und stützen. Einerseits führt Baudrillard auf der Textebene die eigenen Argumente inklusive derer Foucaults in unentscheidbare Aporien, andererseits exemplifiziert er mit dieser Strategie – die auf der Textebene zu nichts führt – seine eigene Theorie der Simulation. Dies kann hier nicht weiter ausgeführt werden; es ist nur festzuhalten: Die eigentliche Argumentation findet in der Textkomposition, nicht in den Aussagen statt.
    Darüber hinaus eignet sich die Arbeit Baudrillards als Studienobjekt besonders, insofern sich hier literarische Einflüsse des Surrealismus gut studieren lassen, was an Konzepten wie ›Absage an das Realitätsprinzip‹, ›Pataphysik‹ etc. und deren Verwendung nachvollziehbar ist. Eine solche Studie wäre – neben der Analyse ästhetischer Elemente in der Theorie allgemein – nicht zuletzt deswegen ein lohnendes Unterfangen, als die Untersuchung von Beziehungen zwischen surrealistischer Literatur und poststrukturalistischer Philosophie/Theorie bis heute ein Desiderat darstellt.[10]
  2. Bei einer oberflächlichen Betrachtung drängen sich folgende Ästhetisierungsmittel in den Blick, deren Umfang und Menge dann zu ergänzen und zu erweitern wären:
    a) Metapher. In der Philosophie hat bereits Hans Blumenberg die Funktionen verschiedener Metaphern untersucht. Er stieß dabei auf ›absolute Metaphern‹, die sich nicht mehr auf Begriffe reduzieren oder in sie transformieren lassen, so daß diesen Metaphern konkrete heuristische Funktionen zugerechnet werden müssen, die freilich eher im ›Unbewußten der Philosophie‹ wirken.[11] Auch in der Literaturwissenschaft (und ihrer Theorie) und anderen Disziplinen ließen sich Metaphern mit deutlich wahrheitsfundierendem Wert ausmachen. Ein wenig subtiles, dafür anschauliches Beispiel: In einer kurzen Studie zur Topographie der historischen Avantgarde beschreibt Walter Fähnders deren Blickrichtung – in Übereinstimmung mit ihrer Selbstbeschreibung – als vertikalen, nämlich von oben herabschauenden Überblick. Die Metapher hierfür ist das Stehen auf einem Berggipfel.[12] (Später finden sich in der Avantgarde auch technisiertere Bilder, die aber zu dem genannten funktional äquivalent sind.) Bei Luhmann hingegen wird der Blick der Avantgarde in horizontaler Weise verglichen mit Ruderern, »die nur sehen, woher sie kommen, und das Ziel ihrer Fahrt im Rücken haben.«[13] Es wäre zu untersuchen, ob die Metapher das jeweilige theoretische Urteil lediglich sekundiert oder aber eine beobachtungs- und also erkenntnisleitende Funktion besitzt.
    b) Ironie. Ein ähnliches Unternehmen müßte für die Ironie angestrengt werden. Entsprach der Ironie in der antiken Philosophie eine Geisteshaltung oder ein Charakterzug der strategischen und oft übermäßigen Bescheidenheit[14], überwog bald die rhetorische Bestimmung der Ironie als Akzidenz der zweckgerichteten Rede.[15] In den wissenschaftlichen Texten unserer Zeit haben ironische Einwürfe u. ä. ihren festen Platz, ohne daß ihre Funktion allerdings mehr als marginale Beachtung fände. In einer Arbeit, die analog zu der Blumenbergs gedacht werden könnte, müßte der heuristische Wert der Ironie in der Wissenschaft herausgestellt werden. Anknüpfungspunkt könnte auch hier Baudrillard sein, der bis heute wohl die konsequenteste ironische Theorie erarbeitet hat, wobei er sich auf vor allem literarische Vorläufer stützen kann.
    c) Symmetrie. Es läßt sich bisweilen beobachten, daß die Produzenten theoretischer und allgemein wissenschaftlicher Texte aufgrund von Symmetriebildungen Inkonsistenzen hinnehmen, was wohl unter dem bereits angesprochenen Punkt der ›stimmigen Form‹ zu beobachten wäre. Bei Luhmann etwa führt das Festhalten an dem Postulat einer spezifischen Kodierung des Literatursystems zu Problemen, die er zwar bemerkt[16], die er aber nicht beheben kann, insofern er sich an die Leitidee der funktionalen Äquivalenz aller gesellschaftlichen Teilsysteme gebunden sieht.[17] Ähnliches läßt sich für diejenigen Exegeten Luhmanns konstatieren, die aus gleichen Gründen – und mit denselben Schwierigkeiten – über die Suche nach Codierungsvorschlägen nicht hinauskommen.
    d) Personalität. Eine stilistische Eigentümlichkeit der Mehrzahl wissenschaftlicher Arbeiten – und auch diese macht keine Ausnahme hiervon – ist der zum Teil äußerst gezwungen anmutende Verzicht auf die Verwendung der ersten Person Singular. Die komplexe Phraseologie des wissenschaftlichen Stils bietet hier allerlei Vermeidungstechniken: etwa das offensive »Im folgenden soll …«, »Es muß festgestellt werden, daß …«; das eher zurückhaltende »Es dürfte anzunehmen sein, daß …«, »Es steht zu vermuten, daß …«; der Konjunktiv auf Stelzen »Angemerkt sei …«; das beherzte und zugleich verschämte »m. E.« etc. Welches heuristische Symptom aber äußert sich in der vordergründig die Personalität transzendierenden Rede? Eine vielleicht etwas gewagte Hypothese – die noch zu prüfen wäre – lautet: Die Personalität wissenschaftlicher Texte ist ein Residualphänomen der erkenntnistheoretisch obsoleten Haltung, Wahrheit lasse sich, zumindest in ihrem Kern, durch eine intersubjektiv zugängliche Materialität bestimmen. Es könnten in der Personalität wissenschaftlicher Texte aber auch, polemischer, schlicht Derivativformen der nivellierenden und legitimierenden Kraft des »man« gesehen werden, wie sie Heidegger analysiert.[18] So oder so: eine Stilfrage und mithin eine ästhetische.

Daß diese Annahmen und Befunde nicht auf die Analyse geisteswissenschaftlicher Texte beschränkt bleiben müssen, zeigt der Seitenblick auf andere Disziplinen. In der öffentlichen (Selbst-)Darstellung etwa der Physik und auch in einschlägigen populärwissenschaftlichen Werken läßt sich deutlich beobachten: Dort wird nicht nur nach einer wahren Theorie gefahndet, die alles erklären kann und dergestalt doch die Hoffnung einer absoluten Wahrheit nährt – diese Theorie, die ›Weltformel‹, muß und wird auch von einer ebenso vollkommenen Schönheit sein. So antwortet beispielsweise der Physik-Nobelpreisträger Steven Weinberg auf die hypothetische Frage, ob er unter mehreren Formeln die ›Weltformel‹ erkennen würde:

Wenn es ein großes Formelwerk aus Hunderten von Gleichungen wäre, dann würde ich nur sagen: ›Komm wieder, wenn du etwas Besseres hast.‹ Aber wenn diese Theorie die nötige Schönheit hätte, das heißt, wenn sie nicht bloße Beschreibung, sondern echte Erklärung wäre, dann würde ich ausrechnen, was diese Theorie vorhersagt.[19]

Es bleibt abzuwarten, ob sich eine (auch) systemtheoretisch orientierte Analyse des Ästhetischen nach dem oben umrissenen Zuschnitt in bezug auf das ›eigene Geschäft‹ besser bewährt, als es in dieser Arbeit für die Untersuchung literarischer Texte konstatiert werden mußte.


Anmerkungen:

[1] M. L. Clarke: Die Rhetorik bei den Römern. Ein historischer Abriß. Göttingen 1968, S. 17. Clarke bezieht sich auf Hermagoras von Temnos; Ähnlichkeiten mit einem gewissen Soziologen sind rein zufällig.

[2] Vgl. Niklas Luhmann: Die Wissenschaft der Gesellschaft. Frankfurt/M. (3)1998, bes. Kap. 4.

[3] Vgl. für die Philosophie als Teilbereich der Wissenschaft teilweise polemisch, aber materialreich Joachim Jung: Der Niedergang der Vernunft. Kritik der deutschsprachigen Universitätsphilosophie. Frankfurt/M., New York 1997.

[4] Hier den Begriff des »Programms« einzusetzen, erscheint mir nicht stimmig. Möglicherweise wäre es angemessener, in diesem Zusammenhang von einem »relativen Primat« der Wahrheitscodierung (neben anderen) in der Wissenschaft zu sprechen; vgl. Rudolf Stichweh: Der frühmoderne Staat und die europäische Universität. Zur Interaktion von Politik und Erziehungssystem im Prozeß ihrer Ausdifferenzierung (16.–18. Jahrhundert). Frankfurt/M. 1991, S. 23ff.

[5] Andreas Dörner, Ludgera Vogt: Kultursoziologie (Bourdieu – Mentalitätsgeschichte – Zivilisationstheorie). In: Klaus-Michael Bogdal (Hrsg.): Neue Literaturtheorien. Eine Einführung. Opladen (2)1997, S. 134–158, hier S. 150.

[6] Claus-Michael Ort: Systemtheorie und Literatur Teil II. Der literarische Text in der Systemtheorie. In: IASL 20 (1995), H. 1, S. 161–178, hier S. 177.

[7] Oliver Jahraus, Benjamin Marius Schmidt: Systemtheorie und Literatur Teil III. Modelle Systemtheoretischer Literaturwissenschaft in den 1990ern. In: IASL 23 (1998), H. 1, S. 66-111, hier S. 75. Vgl. eine ähnliche Tendenz bei Henk de Berg: Kunst kommt von Kunst. Die Luhmann-Rezeption in der Literatur- und Kunstwissenschaft. In: ders., Johannes Schmidt (Hrsg.): Rezeption und Reflexion. Zur Resonanz der Systemtheorie Niklas Luhmanns außerhalb der Soziologie. Frankfurt/M. 2000, S. 175–221, hier bes. S. 207ff., der mit deutlicherer Betonung die ästhetische (Kunst-)Codierung als Konstrukt der Wissenschaft ausweist.

[8] Vgl. Jean Baudrillard: Die oberflächlichen Abgründe. In: ders.: Laßt euch nicht verführen! Berlin 1983, S. 35–52.

[9] Jean Baudrillard: Oublier Foucault. München (3)1983.

[10] Vgl. den Artikel »Surrealismus, Literaturtheorien des« in: Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze – Personen – Grundbegriffe. Hrsg. v. Ansgar Nünning. Stuttgart, Weimar 1998, S. 517f.

[11] Vgl. Hans Blumenberg: Paradigmen zu einer Metaphorologie. Frankfurt/M. (2)1999.

[12] Vgl. Walter Fähnders: »Hier wird, auf einem Kap, Extremes geformt.« Zur Topographie der europäischen Avantgarde. In: Antje Johanning, Dietmar Lieser (Hrsg.): StadtLandFluß. Urbanität und Regionalität in der Moderne. Festschrift für Gertrude Cepl-Kaufmann zum sechzigsten Geburtstag. Neuss 2002, S. 73–88.

[13] Niklas Luhmann: Die Kunst der Gesellschaft. Frankfurt/M. (3)1999, S. 199.

[14] Hieraus ergibt sich eine sehr interessante theoretische Inkonsistenz bei Aristoteles (Nik. Ethik, IV.13), die er mit Hinblick auf die sokratische Ironie in Kauf nimmt; siehe hierzu auch im Kapitel »Ironie« bei Harald Weinrich: Linguistik der Lüge. München (6)2000.

[15] Vgl. im Überblick Wilhelm Büchner: Über den Begriff der Eironeia. In: Hermes 76 (1941), H. 1, S. 339–358.

[16] Vgl. Luhmann, Die Kunst der Gesellschaft, hier bes. Kap. 5.

[17] Vgl. zur Kritik Oliver Sill: Literatur in der funktional differenzierten Gesellschaft. Systemtheoretische Perspektiven auf ein komplexes Phänomen. Opladen 2001, hier bes. S. 98ff.

[18] Vgl. Martin Heidegger: Sein und Zeit. Tübingen (17)1993, ยง 27.

[19] »Die Welt ist kalt und unpersönlich«. Physik-Nobelpreisträger Steven Weinberg über den Traum von der Weltformel. In: Der Spiegel 30 (26.7.1999), S. 191–194, hier S. 194. Vgl. auch ebd. den Leitartikel Symphonie der Superstrings, S. 182–190. Mit den gleichen Bildern und Termini wird nach wie vor gearbeitet, etwa in dem jüngst erschienenen Buch von Brian Greene: Das elegante Universum. Superstrings, verborgene Dimensionen und die Suche nach der Weltformel. Berlin 2002. Weitere Textbelege ließen sich in beinahe beliebiger Zahl angeben.


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